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Biomasse-Fernwärme

„Ein Problem weniger", Herr Bürgermeister?


Wie wir vom Geschäftsführer der EnergieAG Wärme erfahren mussten, hat Bürgermeister Gnigler die Politik seines Vorgängers fortgesetzt und das Projekt endgültig zum Fall gebracht. Warum die SPÖ Unterach (mit ihrem Koalitionspartner FPÖ) in Zeiten von Klimawandel und Wirtschaftskrise so ein umwelt-schützendes und für die Gemeinde mehrwert-schaffendes Projekt seit Jahren blockiert, will (oder kann) der SPÖ-Vorstand nicht begründen.

Zum Hintergrund:
Bereits vor einigen Jahren gab es eine Initiative von unteracher Wirtschaftstreibenden ein Biomasse-Fernwärmewerk zu errichten. Da ein solches Vorhaben zahlreiche Baumaßnahmen mit sich zieht, wandte man sich an Bürgermeister Perner als verantwortliche Baubehörde. Ein Anschließen der öffentlichen Gebäude an ein mögliches Fernwärmenetz war für Ihn kein Thema. Aus vermutlich partei-politischen Gründen versagte dieser die Unterstützung und die lokale Initiative musste das Projekt aufgeben.

Vor rund 2 Jahren trat die EnergieAG Wärme an Bürgermeister Perner heran und präsentierte ihm das Projekt zur Versorgung der Ebewe Pharma und des unteracher Ortskernes. Er versprach, mit den vom Leitungs- bzw. Heizwerkbau betroffenen Grundstückseigentümern Kontakt und Verhandlungen aufzunehmen. Nichts dergleichen geschah! Auf Nachfragen von Seiten der EnergieAG Wärme antwortete er immer wieder, die Kontakte jetzt endlich herzustellen.

Bis zur Amtsübergabe an seinen Partei-Freund Herrn Gnigler unternahm Bgm. Perner NICHTS um das Projekt voranzutreiben. Die Hoffnung, dass sich unter Neo-Bürgermeister Gnigler die Situation bessern und das Projekt endlich Fortschritte machen würde, stellte sich als Irrtum heraus. Im Gegenteil, im Rahmen der Ebewe-Pharma-feindlichen Amtsführung von Bgm. Gnigler wurde das Projekt weiter verschleppt.

Aufgrund der aktiven Informationspolitik von EnergieAG Wärme, Ebewe Pharma und Volkspartei Unterach und dem dadurch ausgelösten großen Interesse der unteracher Bevölkerung, konnte Bgm. Gnigler nicht anders, als eine Informationsveranstaltung zur Biomasse-Fernwärme für Unterach zuzulassen, welche am 21. Jänner 2009 auch stattfand.

Motiviert von dem positiven Echo der unteracher Bevölkerung, nahm die Geschäftsführung der EnergieAG Wärme abermals Kontakt mit dem Bürgermeister auf, um notwendige nächste Schritte festzulegen. Vermutlich nicht zufällig, verzögerte Bgm. Gnigler eine Antwort, um der EnergieAG Wärme nur wenige Wochen vor Baubeginn der Ortsbilderneuerung diesen Umstand mitzuteilen; mit dem Kommentar, dass etwaige Rohrverlegungen nur im Vorfeld der Ortsbilderneuerung gestattet würden.

Rein technisch wäre eine Verlegung der Leitungen im vorgegebenen Zeitraum - Fertigstellung bis Ende Februar - noch möglich gewesen, wenn vom Bürgermeister die Information an die EnergieAG Wärme rechtzeitig erfolgt wäre. Da Bgm. Gnigler jedwede Vorarbeit ablehnte, keine Gespräche mit Anrainern suchte und faktisch auch keine Unterstützung zur Grundstückssuche leistete, musste die EnergieAG Wärme davon ausgehen, dass Bgm. Gnigler diesen Kurs beibehalten würde und eine erfolgreiche Verwirklichung des Biomasse-Fernwärme-Netzes für Unterach an der Blockadepolitik des SP-Gemeindevorstandes scheitern würde.

Aus diesem Grund blieb der EnergieAG Wärme keine Alternative als das Projekt einzustellen. Was Bgm. Gnigler bzw. die SPÖ-FPÖ-Koalition aus diesem Sieg gewinnen, kann in den VP-Reihen niemand rational nachvollziehen. Wir wissen nur, dass eine historische Chance für den Tourismus-Ort Unterach vertan wurde.

Und wie kommentiert Bgm. Gnigler die Einstellung des Projektes:
„... jetzt haben wir ein Problem weniger!"

In den letzten Wochen dürften die Landes-Genossen Bürgermeister Gnigler daran erinnert haben, dass Wahlen anstehen und Arbeitsplatzvernichtung beim größten Arbeitgeber im Ort durch die Willkür des Bürgermeister sich schlecht für seinen Wahlkampf auswirken wird. Deshalb versprach er bei einem Treffen mit Ebewe Pharma Geschäftsführung und Ebewe Pharma Betriebsrat eine Weiterverfolgung des Projektes. Man wird sehen, ob es sich dabei um Wahlkampftaktik handelt oder ob es der SPÖ diesmal wirklich ernst ist.

Gernot Schmidt
Unterach, am 18. März 2009