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Projekt Hauptstraße 12

(ehemals Schuster-Roither)

Gegen den Willen des Gemeinderates werden Euro 24.000,- an Planungshonorar hinausgeworfen. Ohne überhaupt zu wissen, was mit dem Haus geschehen soll, wollen SP-Gemeinderat Baier und SP-Bgm. Gnigler die Planung und Durchführung durchpeitschen. Geschätzte Kosten bis zu 1 Million Euro!

Bei diesem denkmalgeschützten Gebäude geht es zunächst einmal um das Bekenntnis zum Denkmalschutz. Dazu ist unsere klare Position: dieses Gebäude soll als Zeitzeuge erhalten bleiben. Priorität hat für uns aber auch: diese Aufgabe sollte einem Privaten übertragen werden, d.h., das Haus sollte man einer Privatperson verkaufen, wobei ein Käufer mit gewerblicher Nutzungsabsicht bevorzugt werden soll.

Kosten:

Jedes Projekt in diesem Haus wird zum Kostenverursacher. Es geht ja nicht nur um die unmittelbaren Sanierungskosten, sondern auch die in Zukunft anfallenden jährlichen Folgeausgaben. Diese Erhaltungs- und Betriebsaufwendungen von Projekten werden für zukünftige Gemeindebudgets schnell zur Hypothek.

Wenn neue Fixkosten entstehen, muss man sich überlegen, welche bereits bestehenden man auflösen kann, um einen Ausgleich zu schaffen, denn die Aufgaben für Gemeinden werden in Zukunft immer kostenaufwändiger.

Es geht aber auch um die Qualität von Investitionsentscheidungen, denn auch Förderungen sind unsere Steuergelder und sollten möglichst nutzbringend eingesetzt und nicht für Bürgermeisterdenkmäler missbräuchlich verwendet werden.

Nutzungsmöglichkeiten:

Der Idee von Karl Baier und Engelbert Gnigler, wieder jemandem aus Steuergeldern ein Gasthaus zu finanzieren, werden wir auch diesmal nicht mittragen Unsere Wertschätzung haben jene Wirte, welche ihre Investitionen aus eigenen Gewinnen bestreiten, schon aus Gründen der Wettbewerbsfairness. Wir sind nicht im Schlaraffenland, sondern Wirtschaft funktioniert auf Dauer nur unter fairen Wettbewerbsbedingungen.

In einem Positionspapier vom 16. Juli 2008 haben wir uns zur Mitarbeit an der Projektentwicklung bereit erklärt, wo wir sinngemäß fordern, dass vor Erstellung eines Nutzungskonzeptes kein Geld für Planung ausgegeben werden darf. Auf diese Forderung sind Baier und Gnigler nie eingegangen und haben in provokanter Weise 24.000,- Euro an Planungshonorar hinausgeworfen, trotz gegenteiligem Gemeinderatsbeschluss.

Jedem halbwegs vernunftbegabten Menschen ist klar, dass man einen Architekten erst braucht, wenn ein Nutzungskonzept vorliegt. Was soll er sonst planen?

Als eine der Möglichkeiten sind wir der Idee der Projektinitiatoren Hans Peter Putz und Andreas Götsch gefolgt, bei dem ein Gasthaus mit einem Veranstaltungssaal für 150 bis 200 Personen projektiert wurde. Das wäre ein neues diskussionswürdiges Angebot im Gastronomiesektor, aber eben nur mit Veranstaltungssaal und auch nur so wirtschaftlich zu führen.

Im Lauf der Diskussion kam man aber bald darauf, dass der Standort mit seinem Umfeld dafür nicht geeignet ist bzw. für den Pächter mit zu großen Schwierigkeiten und behördlichen Einschränkungen verbunden gewesen wäre. Karl Baier u. Engelbert Gnigler fordern aber unbeeindruckt ein Gasthaus - auch ohne Veranstaltungssaal.

Obwohl Engelbert Gnigler im selben Satz anmerkt, dass ihm die zuständige Landesabteilung erklärt hatte, Gastronomieprojekte werden nicht gefördert, träumt er weiter von einer fast 100-prozentigen Förderung. Noch dazu für eine Betriebsform, für welche es gar keine ausreichende Nachfrage gibt.

Daraus ergibt sich nur noch die Form einer kulturellen Nutzung mit Kleingastronomie in Verbindung eines Frequenzbringers. Bisherige Vorschläge als Frequenzbringer, wie Tourismusbüro oder Verkauf von Bioprodukten, sind sicher nicht überzeugend. Bis zum 20. März werden jetzt noch einmal andere Lösungsvorschläge erarbeitet, dann wird sich herausstellen, ob wir an diesem Projekt beteiligt bleiben.

Denn Projekte, welche K. Baier und E. Gnigler bisher regelmäßig beratungsresistent durchgezogen haben, führten immer ins finanzielle Desaster. Wir reden da von rund 1 Million Euro oder mehr..................!!!!!!!!!

Peter Steiner
Unterach, am 18. März 2009