Viktor Kaplan
Ein Leben im Einklang mit der Natur
Ein Projekt in Verantwortung von .
Zum Projekt
Im Jahr 2000, aus Anlass des 125. Geburtstages von Prof. Ing. Dr. Viktor Kaplan habe ich/wir die erste Initiative zum Thema Viktor Kaplan begonnen.
Mit unterschiedlichen Arbeitsgruppen, aber immer dabei, Wolf Dietrich Halwa. Ohne seine Erfahrung und Ideen wären wir bestimmt nicht so weit gekommen, sein kreatives Potential ist für jede Gruppe eine große Bereicherung. Als Kastanienteam (Gerhard Fischer, Mag. Hannes Kafko waren wir in einer wichtigen Phase sehr kreativ und hatten mit dem Kaplanabend bei den Kastanientagen eine wichtige Initialzündung gesetzt, welche aber leider nicht den erwarteten, nachhaltigen Widerhall gefunden hat.
Die Idee eines Leaderprojektes hatte ich schon aufgegeben als mich Frau Mag. Winklhofer (REGMO Geschäftsführerin) darauf ansprach und mir tatkräftige Unterstützung zusagte. Sie hat dann auch einen sehr großen Teil der organisatorischen Arbeit geleistet. Ohne sie würde es dieses Leader-Projekt nicht geben. Es sind immerhin rund 104'000 Euro an EU-Fördergeldern welche nach Unterach geleitet wurden. Von den Gesamtkosten (excl. Mwst.) von 131'400 Euro beträgt die EU-Förderung 79%, die Eigenmittel der Gemeinde 21%.
Als klar wurde, dass ohne einen hauptamtlichen Projektleiter die Umsetzung nicht möglich sein wird, hat sich Herr DI. Heinz Anton als Projektleiter aus dem Projektteam herausgebildet. Mit seiner Qualifikation ein Glücksgriff für uns. Er hat hervorragende Arbeit geleistet.
Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, habe ich doch im Laufe der Projektphasen schon einiges an Zeit und auch Geld investiert, da freut man sich wenn das Projekt dann realisiert wird.
Die Gemeinde hat die 21% Eigenmittel und die Vorfinanzierung geleistet. Als Projektträger fungiert der Tourismusverband Ferienregion Attersee. Als Projektinitiator liegt die Gesamtverantwortung in meiner Hand.
Der Kaplan Themenwanderweg führt mit Stationen von Kohlstatt den bestehenden Kaplanweg entlang bis Oberleiten, über die Brücke in See und an der Ache entlang bis zum Kaplandenkmal im Freizeitgelände.
Zu bemerken ist aber auch, dass mit dem Abschluss des Themenwanderweges das Projekt Kaplan erst richtig beginnt. Durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, eventuell Universitäten und ähnlichen Forschungseinrichtungen sollen zum Thema „Nachhaltige Energie-Erzeugung und -Nutzung" zukunftsweisende Strategien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ein Problembewusstsein geschaffen werden.
Mit Hilfe gruppendynamischer Prozesse wird man da sicher noch tolle Konzepte entwickeln und umsetzen. Für Unterach bzw. die Region Attersee soll ein eignes CO²-neutrales Energiekonzept entwickelt werden. Die Ausbildung von Kaplanführern ist auch vorgesehen.
Mit unterschiedlichen Arbeitsgruppen, aber immer dabei, Wolf Dietrich Halwa. Ohne seine Erfahrung und Ideen wären wir bestimmt nicht so weit gekommen, sein kreatives Potential ist für jede Gruppe eine große Bereicherung. Als Kastanienteam (Gerhard Fischer, Mag. Hannes Kafko waren wir in einer wichtigen Phase sehr kreativ und hatten mit dem Kaplanabend bei den Kastanientagen eine wichtige Initialzündung gesetzt, welche aber leider nicht den erwarteten, nachhaltigen Widerhall gefunden hat.
Die Idee eines Leaderprojektes hatte ich schon aufgegeben als mich Frau Mag. Winklhofer (REGMO Geschäftsführerin) darauf ansprach und mir tatkräftige Unterstützung zusagte. Sie hat dann auch einen sehr großen Teil der organisatorischen Arbeit geleistet. Ohne sie würde es dieses Leader-Projekt nicht geben. Es sind immerhin rund 104'000 Euro an EU-Fördergeldern welche nach Unterach geleitet wurden. Von den Gesamtkosten (excl. Mwst.) von 131'400 Euro beträgt die EU-Förderung 79%, die Eigenmittel der Gemeinde 21%.
Als klar wurde, dass ohne einen hauptamtlichen Projektleiter die Umsetzung nicht möglich sein wird, hat sich Herr DI. Heinz Anton als Projektleiter aus dem Projektteam herausgebildet. Mit seiner Qualifikation ein Glücksgriff für uns. Er hat hervorragende Arbeit geleistet.
Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, habe ich doch im Laufe der Projektphasen schon einiges an Zeit und auch Geld investiert, da freut man sich wenn das Projekt dann realisiert wird.
Die Gemeinde hat die 21% Eigenmittel und die Vorfinanzierung geleistet. Als Projektträger fungiert der Tourismusverband Ferienregion Attersee. Als Projektinitiator liegt die Gesamtverantwortung in meiner Hand.
Der Kaplan Themenwanderweg führt mit Stationen von Kohlstatt den bestehenden Kaplanweg entlang bis Oberleiten, über die Brücke in See und an der Ache entlang bis zum Kaplandenkmal im Freizeitgelände.
Zu bemerken ist aber auch, dass mit dem Abschluss des Themenwanderweges das Projekt Kaplan erst richtig beginnt. Durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, eventuell Universitäten und ähnlichen Forschungseinrichtungen sollen zum Thema „Nachhaltige Energie-Erzeugung und -Nutzung" zukunftsweisende Strategien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ein Problembewusstsein geschaffen werden.
Mit Hilfe gruppendynamischer Prozesse wird man da sicher noch tolle Konzepte entwickeln und umsetzen. Für Unterach bzw. die Region Attersee soll ein eignes CO²-neutrales Energiekonzept entwickelt werden. Die Ausbildung von Kaplanführern ist auch vorgesehen.
Wer Interesse hat, möge sich bitte melden.
Es wird ein überparteilicher Verein gegründet, um alle Kräfte im Ort nützen zu können.
Fragen oder Kommentare?
Es wird ein überparteilicher Verein gegründet, um alle Kräfte im Ort nützen zu können.
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Zur Person Viktor Kaplan
Prof. Dr. Viktor Kaplan war eine faszinierende Persönlichkeit und ein leidenschaftlicher Techniker. Die Dissertation von Herrn DI. Dr. Martin Gschwandtner bringt das hervorragend zum Ausdruck:Viktor Kaplan wurde am 27. November in Mürzzuschlag, Steiermark geboren. Er machte von 1895 bis 1900 das Maschinenbaustudium an der TH Wien. War 1903 bis 1931 Konstrukteur an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn, 1912 Ao. Professor und 1918 O. Professor für Wasserkraftmaschinen. Zivilingenieur für Maschinenbau. 1909 Promotion an der TH in Wien zum Dr. techn.; Habilitation an der TH in Brünn. 1909 bis 1912 Einrichtung eines Turbinenlabors an der TH in Brünn und zahlreiche Versuche bis zur Erfindung der Turbine mit verdrehbaren Laufschaufeln, was 1912 zur ersten Anmeldung eines Patentes führte. Es vergingen noch weitere sieben Jahre bis in Velm NÖ. die erste Kaplanturbine installiert wurde. Die Kaplanturbine war allen anderen Turbinen weit überlegen und machte die Wasserkraft erst wirtschaftlich. Kaplan hat die Wasserkraft revolutioniert.
Der weltweit eigentliche Siegeszug der Kaplanturbine begann, als am 19.12.1925 in Lilla Edet - Schweden, die damals größte Wasserturbine der Welt erfolgreich in Betrieb ging ( 11'200 PS, Laufraddurchmesser 5,8 m) Auch die größten Gegner mussten sich angesichts der Überlegenheit der Kaplanturbine geschlagen geben. Weltweit werden heute ca. 10% des in Wasserkraftwerken produzierten Stroms mit Kaplanturbinen erzeugt.
Viktor Kaplan hat viele Ehrungen erfahren und nach seinem Tode im Jahre 1934 viele Denkmäler erhalten. Doch keines von ihnen kommt jenem gleich, in dem sich seine Träume verwirklicht haben, den zahlreichen Flusskraftwerken der Erde, mit den Turbinen seiner Erfindung. Das größte „Kaplan-Denkmal" in Österreich, stellt die Kette der insgesamt 9½ Donaukraftwerke dar (Jochenstein gehört je zur Hälfte Deutschland und Österreich), die insgesamt eine Kraftwerksleistung von rund 2'000 MW besitzen und jährlich ca. 12 Milliarden kWh (rund 1/5 des Stromverbrauches in Österreich) liefern.
Viktor Kaplan wurde durch seine Erfindungen ein vermögender Mann, blieb aber bis zu seinem Tod am 23.08.1934 auf Rochuspoint ein bescheidener Mensch.
Er erwies sich stets als Wohltäter und hatte ein offenes Ohr für die Anliegen von Bedürftigen. Wie im Nachlass zu ersehen, erhielt er zwischen 1925 und 1934 zahlreiche Bettelbriefe. Meist ließ er den Bittstellern 100 bis 300 Schilling anweisen oder er gewährte Darlehen bis zu 2'000 Schilling. Selbst der Gemeinde half er mit einem Kredit über 50'000 Schilling (entspricht heute rund 135'000 Euro) aus der Patsche.
Sein Humor war weit bekannt und seine Schabernack's auch teilweise gefürchtet. Als Techniker war er Realist, aber er hatte großen Respekt vor der Schöpfung und pflegte einen harmonischen, nachhaltigen Umgang mit der Natur. Dies beweisen auch seine einzigen bekannten lyrischen Zeilen:
Sinnend oft saß ich an Baches Rand
und horchte der murmelnden Laute.
Und als ich die Sprache des Bächleins verstand,
die Weisheit der Schöpfung mit Ehrfurcht empfand,
dann ging ich und schrieb, was ich schaute.
und horchte der murmelnden Laute.
Und als ich die Sprache des Bächleins verstand,
die Weisheit der Schöpfung mit Ehrfurcht empfand,
dann ging ich und schrieb, was ich schaute.
Viktor Kaplan erwarb 1920 das Anwesen Rochuspoint in Au, am 30. Dezember 1930 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Unterach verliehen.
[Quelle: Dissertation Dr. Martin Gschwandtner, Hof bei Salzburg]
Ich hoffe, wir können in ein paar Jahren sagen: wir sind mit unserem Projekt auf dem besten Weg, diesem großartigen Menschen und Erfinder einigermaßen gerecht zu werden.
Peter Steiner